Übersäuerung
Ernährungsempfehlung
bei einem gestörten Säure-Basen-Haushalt
Ein
ausgewogener Säure-Basen-Haushalt verhilft zu mehr
Wohlbefinden und Gesundheit.
Was tun bei
Übersäuerung?
Zu
einer Übersäuerung kann es im Rahmen von
Stoffwechselkrankheiten und Immunerkrankungen wie z.B. Rheuma, Osteoporose,
Hauterkrankungen kommen.
Auch
Abgeschlagenheit, depressive Verstimmungen und Schweißausbrüche können
Ursachen oder Folgen von Veränderungen im Säuren-Basen-Haushalt sein und zu
einer Übersäuerung führen.
Übersäuerung;
Was sind Basen?
Basen
regulieren die Übersäuerungszustände. Sie gehen mit Säuren chemische
Verbindungen ein, wodurch sie für die Neutralisierung und den Abbau eines
Säureüberschusses sorgen.
Übersäuerung;
Säuren – was
versteht man darunter?
Bei
Säuren handelt es sich um chemische Verbindungen, die Wasserstoff enthalten.
Gehen Säuren Verbindungen mit Basen ein, dann entstehen Salze. Das Vorkommen von
Säuren im Körper ist bis zu einem gewissen Grad normal und führt nicht
zwangsläufig zu Komplikationen.
Gesundheitliche Probleme ergeben sich erst durch einen Säureüberschuss - der zu
einer Übersäuerung im Magen führt.
Übersäuerung;
Ein
Säure-Basen-Check würde Sicherheit geben!
In der
Apotheke gibt es Teststreifen (Lackmus- oder Indikatorpapier wird in den
mittleren Urinstrahl gehalten), mit denen der pH-Wert des
Urins gemessen werden kann. Liegt er unter
7, liegt eine Übersäuerung im Körper vor, liegt er über 7, ist alles in Ordnung
und es liegt keine Übersäuerung vor.
Diesen
Test sollten Sie fünfmal pro Tag vornehmen und gleich in die Tabelle eintragen.
(Der
Körper scheidet bei Übersäuerung überflüssige Säuren über den Urin aus!)
Zeit:
6
Uhr/ nach dem Aufstehen
9 Uhr
12 Uhr
15 Uhr
18 Uhr
21 Uhr
Das
Indikatorpapier zeigt eine unterschiedliche Verfärbung
an, die Werte entnehmen Sie aus der beigefügten Farbskala.
Wenn
Sie den Test durchführen, sollten Sie auf den Verzehr von basenreichen
Mineralien (Tabletten) verzichten, um eine Verfälschung zu vermeiden.
Übersäuerung;
Ernährungstherapie:
Die
Ernährung sollte aus 80% basenbildenden und 20% säurebildenden Nahrungsmitteln
bestehen.
Die
basischen Nahrungsmitteln entschlacken und
entsäuern den Körper. Die Zellen werden ausreichend mit Sauerstoff und
Nährstoffen versorgt.
1. Es gilt zu
unterscheiden zwischen den
Säurelieferanten z.B.: Fleisch, Geflügel,
Wild, Eier, Käse, Quark, den Basenspendern z.B.: Kartoffeln, Gemüse, stilles
Wasser sowie den Säure bildenden Nahrungsmitteln z.B.: alle Weißmehlprodukte,
Süßigkeiten, Bohnenkaffee, alkoholische Getränke (sie enthalten einen Überschuss
saurer Mineralstoffe wie Schwefel, Phosphor, Chlor, Jod, Fluor und Silizium).
Bevorzugen Sie
die neutralen Nahrungsmittel
z.B.: Butter, naturbelassene Öle, Walnüsse, Leitungswasser sowie die
Basenspender, weil sie das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen
aufrechterhalten.
2. Trinken Sie 2 –
3 Liter Flüssigkeit
wie z.B.: Kräutertees, Obst- und Gemüsesäfte, stilles Wasser, eine Basenbrühe (3
mittelgroße Kartoffeln, 1 Möhre, 1 Stück Sellerie u.ä. in 1 L kaltem Wasser
auskochen) und Basendrinks z.B.: Molke, grüner Tee, Basenfertigmischung.
3. Auf Nikotin, Alkohol, Bohnenkaffee, schwarzen Tee, Süßigkeiten und
Weißmehlprodukte weitgehend verzichten.
4. Treiben Sie
regelmäßig Sport oder Gymnastik,
besuchen Sie die Sauna, um den Entgiftungsprozeß zu unterstützen.
Durch basische Bäder z.B.: „Bullrichs
Vital“ werden die sauren Salze, die sich im Unterhautgewebe eingelagert haben,
wieder ausgeschwemmt.
5. Essen Sie
ballaststoffreich.
Dadurch wird ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl erzeugt. Zudem tragen
Ballaststoffe zur Streßreduzierung der Verdauung bei und beugen damit einer
Übersäuerung vor.
6. Essen Sie abwechslungsreich und vielseitig.
7.
Essen Sie bedarfgerecht. Nehmen Sie nicht
mehr Nahrungsenergie auf, als Ihr Körper
braucht. Passen Sie die Nahrungsenergie Ihrer
körperlichen Aktivität an.
8.
Nehmen Sie die letzte Mahlzeit vor 18.00 Uhr ein.
Verzehren Sie weniger
tierisches Eiweiß. Essen Sie weniger Fett
bzw. fettreiche
Speisen. Achten Sie auf eine schonende Zubereitung. Seien Sie sparsam
mit Kochsalz.
9.
Vermeiden Sie Stress, Hektik, körperliche und seelische Belastungen usw.,
dadurch
werden im Körper verstärkt
Säuren gebildet. Die sauren Stoffwechselendprodukte
können dann nicht mehr alle
ausgeschieden werden und werden als Salze im
Bindegewebe eingelagert und es kommt zur Übersäuerung.
|
Säurelieferanten |
Neutrale Nahrungsmittel |
Basenspender |
|
Fleisch, -waren,
Wild, Geflügel, Fleischextrakte |
Rohmilch
|
Kartoffel |
| Gegrilltes,
Geräuchertes, Geröstetes
|
Süßrahmbutter
|
Gemüse: Rote Bete, Karotten,
|
|
Fisch,
Meeresfrüchte |
Sahne, nicht erhitzt
|
Blattsalat, Zwiebel, Knoblauch,
|
|
Hartkäse, Quark, Früchtejoghurt |
Naturbelassene Öle |
Pilze,
Lauch, Gurken, Endivien, |
|
Gehärtete Fette, Fettreiche Speisen, Gekochtes Ei |
|
Linsen,
Erbsen,
weiße Bohnen,
|
|
Weißmehlprodukte, Polierter
Reis, helle Nudeln,
|
Vollkorngetreide:
|
Mungobohnen, Keimlinge
|
| Mais, Haferflocken,
Knäckebrot, Hefe |
Buchweizen
|
Kräuter:
z.B.
Kresse, Oregano,
Dill,
|
|
Zucker, Kuchen, Süßigkeiten,
Schokolade |
Dinkel
|
Petersilie, Löwenzahn,
Brennessel |
|
Artischocken, Sauerampfer, Spargel, Rosenkohl,
|
Hirse |
Obst:
ausgereift
Orangen |
|
Hülsenfrüchte, Sauerkraut |
|
Aprikosen, Mango,
Limone, Zitrone, |
|
Obst: Unreifes,
|
Walnüsse
|
Trockenfrüchte: |
|
Obstkonserven, Beerenobst, Zitrusfrüchte
|
|
Feigen,
Korinthen, Erdnüsse, Mandeln
|
|
Geschwefeltes Trockenobst, Marmelade |
Leitungswasser |
Soja,- Sojaprodukte |
|
Kohlensäurehaltige Getränke
|
|
Frische Milch, Joghurt |
|
Limonade, Cola, Sodagetränke
|
|
Mager-/Sahnequark |
|
Alkohol (hochprozentig)
|
|
Käse, Sahne |
|
Rotwein, Sekt |
|
Eigelb, roh |
|
Bohnenkaffee |
|
Stilles Wasser |
|
Schwarzer Tee
|
|
Vollkornprodukte |
Sollte Ihnen dieser Überblick
Geschmack auf mehr gemacht haben, packen Sie es an und vereinbaren über die
unten aufgezeigten Zugangswege zu unserer Klinik einen Aufnahmetermin zur
Behandlung von ernährungsbedingten Störungen.
Zugangswege zur Rehabilitationsbehandlung über folgende Kostenträger
·
Gesetzliche
Krankenversicherung,
·
Rentenversicherung ,
·
Private
Krankenkassen
übernehmen
die Kosten für eine Behandlung im Hause.
Vor
Aufnahme im Hause muss im Regelfall eine Kostenübernahmeerklärung des
Kostenträgers vorliegen. Die Kostenübernahme muss vom Patienten beim zuständigen
Kostenträger beantragt werden. Hierbei sind die niedergelassenen ärztlichen
Kollegen
(Hausarzt,
Internist, Orthopäde) die ambulante Betreuung gewährleistet haben mit
einzubinden.
In diesem
Sinne wünscht Ihnen viel Spaß bei der Umstellung der Ernährung.
Ihr Team der Wicker Klinik Bad Homburg

Zur Klärung
weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht
Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte
vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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ruhig mal Ihre Meinung!
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Aktualisiert:
Juni 2010
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